Kerzentiere

Über die Kerzentiere

Warum ich eigentlich so viele Tiere mit Kerzen gezeichnet habe?

Unser kleiner Sohn ist gestorben.

Und wir haben plötzlich immer diese Traurigkeit in uns, die nie wieder richtig aufhört.

Und wir haben auch immer diese Kerzen in unseren Taschen, Autos und Schubladen, weil wir die zum Friedhof bringen, damit dort immer eine leuchtet.

Das Licht ist so wichtig, wenn man in dieser dunklen Traurigkeit ist.

Denn man lebt ja und versucht, die Tage wieder hell zu machen.

Eines Tages waren wir bei den Pferden und setzten dem einen zum Spass eine Kerze zwischen die Ohren. Das sah so lustig aus. Und traurig und komisch und gut. Ich habe es später gezeichnet und noch andere Tiere mit Kerzen. Ganz viele.

Irgendwann werden es 365, für jeden Tag im Jahr eins.
Es sind jetzt 365.

Die Kerzentiere machen die Traurigkeit zwar nicht weg, aber irgendwie schöner. Nicht nur meine, ich hoffe, die von anderen auch. Die meisten von ihnen sind inzwischen überall verstreut, sogar in anderen Ländern hängen sie bei Menschen an der Wand und erinnern an Kinder (und Grosse), die gestorben sind.

Manchmal dauert es etwas, bis sich diese Seite fertig aufgebaut hat.
Dann sind aber endlich echt ALLE 365 Kerzentiere zu sehen!

 

 

24 Kommentare zu „Kerzentiere“

  1. Eine Freundin hat mir Ihre Seite und Bilder und Bücher empfohlen, weil meine Tochter (auch mit drei Jahren) gestorben ist. Ich habe noch zwei Söhne, deshalb muss ich leben.
    Danke. Ich bin nicht allein!

    Gefällt mir

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